Die Lanken am Greifswalder Bodden
- Katrin Streeck

- 25. März
- 2 Min. Lesezeit
Nicht weit vom Loissiner Ortsteil Ludwigsburg, an der Südküste des Greifswalder Boddens, liegt das Naturschutzgebiet Lanken. Es entstand in der letzten Phase der Eiszeit, der Weichsel-Kaltzeit, die vor 115000 Jahren begann und vor 11600 Jahren endete. Die Unterschutzstellung des Küstendünen-Waldes gilt seit Dezember 1957, aber erst durch die Übernahme durch die Succow-Stiftung 2003 als Teil des Nationalen Naturerbes konnte sein Zustand verbessert werden.
Der Wald, der in früheren Zeiten als Hutewald (Waldweide) genutzt wurde, existierte schon lange nicht mehr in dieser Form. Nadelbäume wie Fichten und Douglasien, die angepflanzt wurden, hatten die alten Hude-Eichen fast verdrängt.
Durch Entnahme dieser Nadelbäume und Aufforstung mit Laubbäumen soll der ursprüngliche Charakter eines Hutewaldes wieder hergestellt werden. Der derzeitige Zustand ist geprägt von einem Wall aus Kiefern an der Strandseite und von Eichen und Buchen im Inneren des Waldgebietes.
„Lanken“ stammt aus dem Altslawischen und bedeutet so viel wie „Feuchte Wiese“ - lǫka bzw. „Sumpf“ - ląka. Das Gebiet schien also im Mittelalter überwiegend nass und sumpfig gewesen zu sein. Heute ist nur noch im Ostteil des 57 Hektar großen Gebietes eine feuchte Senke zu finden, umgeben von Eschen und Erlen.
Seit den 1960er-Jahren wird das Gebiet für die Naherholung genutzt. Heute kommen Ausflügler per Auto oder mit dem Fahrrad nach Ludwigsburg. Es gibt einen Fährverkehr von Anfang Mai bis Anfang Oktober mit den Schiffen MS Stubnitz oder MS Breege ab Greifswald-Wieck zum kleinen Hafen mit einem Schiffsanleger in Ludwigsburg. In Strandnähe gibt es ein kleines Selbstbedienungsrestaurant mit dem passenden Namen „Beim Boddenblick“.
Der aus DDR-Zeiten stammende Kinderspielplatz mit Spielgeräten aus Stahl und Eisen wurde kürzlich demontiert und wird durch Holzbauten ersetzt werden. Die Baumstämme dafür liegen schon bereit.
Wer baden möchte, findet einen Naturstrand und ein flaches Boddengewässer vor.
Gleich hinter dem Strand beginnt dann auch der Wald. Eine Wanderung durch das Drachenreich lohnt sich auf jeden Fall. Bedauerlicherweise sind die geschaffenen Anlaufpunkte des Baumlehrpfades nicht mehr vorhanden. Das „Pionierreich der Kiefer“, das „Zwischenreich der Eiche“, das „Gemeinschaftsreich der Esche“, das „Wasserreich der Erle“ und das „Schattenreich der Buche“ waren jeweils durch einen Findling markiert worden, auf dem eine Tafel mit Darstellungen dieser Bäume und ihrer Bedeutung für den Wald und für den Menschen angebracht war.
Quellen:
Aus Wikipedia: Lanken_Toponym
Naturschutzgebiet_Lanken_(Mecklenburg-Vorpommern)
Weichsel-Kaltzeit
Ingo Gudusch: Vorpommerns schönste Ecken entdecken ...ein „Eingeborener“ lädt zum Wandern ein. Ilustriert von Kristian Salewski. Karl-Lappe-Verlag, Greifswald, 2011. ISBN 978-3-9814547-0-3
22./25.03.2026
© Katrin Streeck




























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